DL2CC-REMOTE-CW Dokumentation DL2CC Remote CW Box
DL2CC Remote CW Box

Was die Box kann

🎛️

CW-Keyer-Engine

Eigenständiger Keyer mit ultraschnellen CMOS-Elektronikrelais. Iambic A/B, Ultimatic und Handtaste. 5–100 WPM. Eigene +/- Tasten fürs Tempo. Funktioniert auch ohne PC. Voll WINKEY-kompatibel — läuft mit jeder Logger-Software.

🔊

Hardware-Mithörton

Mithörton mit 48 kHz, Frequenz zwischen 550 und 750 Hz einstellbar. Der Ton entsteht direkt in der Box und nicht im PC.

🎧

Kopfhörer & Stereo-Lautsprecher

Zwei 3-W-Lautsprecher (Stereo) plus Kopfhörerbuchse mit automatischer Umschaltung. Dient zugleich als Stations-Stereolautsprecher fürs Rig-Audio — im lokalen und im Remote-Betrieb.

📥

Line-In-Mix

Mischt das Audio der Remote-Station per 3,5-mm- Stereokabel oder per Bluetooth direkt mit dem Mithörton auf den Kopfhörer.

CW-Key- & PTT-Ausgang

Beide Ausgänge sind über CMOS-Elektronikrelais geschützt und gehen direkt an den Transceiver. PTT-Vorlauf, Nachlauf und Verlängerung des ersten Elements sind frei einstellbar.

📶

WLAN an Bord

WPA2/WPA3 mit DHCP oder fester IP. TCP-Server auf Port 7373. Damit kann die Box auch kabellos betrieben werden. Für das sauberste Audio ist USB-Seriell vorzuziehen — siehe Hinweis im Abschnitt WLAN-Einrichtung weiter unten.

ℹ️ Startet WINKEY-kompatibel
Direkt nach dem Einschalten meldet sich die Box als WINKEY-kompatibles Gerät. Damit lässt sie sich mit N1MM+, Win-Test, WriteLog, DX-Log oder jeder anderen Logger-Software verwenden: COM-Port auswählen, WINKEY als Keyer-Typ eintragen. Sobald DL2CC-REMOTE-CW die Box übernimmt, wechselt sie in den erweiterten DL2CC-Modus.

Anschlüsse im Überblick

Alle Buchsen befinden sich links und rechts an der Box. Vier Taster auf der Oberseite steuern das Tempo und frei belegbare Funktionen.

Linke Seite — Paddle/Handtaste, Key Out, Footswitch In, PTT Out, Micro USB
Linke Seite — Key-, PTT- und USB-Anschlüsse
Rechte Seite — Audio In, Headphones
Rechte Seite — Audioeingang und Kopfhörerausgang

Bedientasten

Oberseite: Speed −, Speed +, User defined 1, User defined 2
Oberseite (von links nach rechts): Speed −, Speed +, User defined 1, User defined 2

Tasten Speed − / Speed +

Ein kurzer Druck gibt das aktuelle Keyer-Tempo in CW aus. Jeder weitere Druck während der laufenden Ansage senkt oder hebt das Tempo um 1 WPM. So wissen Sie jederzeit, wie schnell Sie unterwegs sind — ganz ohne Blick auf den PC.

Frei belegbare Tasten (3. und 4. Taste)

Die beiden rechten Tasten sind frei belegbar — Sie wählen, was jede davon tut. Werksseitig ist die 3. Taste mit SPKVOL und die 4. Taste mit SIDETONEVOL belegt. Jeder Tastendruck wird mit einem kurzen Mithörton-Pip bestätigt.

→ Belegung und verfügbare Funktionen: Hardware Settings → Register Macros.

Anschlüsse & Eingänge

Anschluss Zweck
Paddle / Handtasten-Eingang (3,5 mm) Iambic-Paddle (Doppel- oder Einzelhebel) oder Handtaste / Bug — gemeinsame Buchse
Key Out (3,5 mm) CMOS-Elektronikrelais-geschützter Ausgang an den CW-Key-Eingang des Transceivers
Footswitch In (3,5 mm) PTT-Fußtaster (Entprellung erledigt die Firmware)
PTT Out (3,5 mm) CMOS-Elektronikrelais-geschützter Ausgang an den PTT-Eingang des Transceivers
Micro USB Serieller COM-Port (115200 Baud DL2CC / 1200 Baud WINKEY) und 5-V-Stromversorgung
Audio In (3,5 mm Stereo) Lineeingang vom PC oder einer anderen Quelle — wird dem Mithörton zugemischt
Headphones (3,5 mm) Kopfhörerausgang mit automatischer Erkennung
💬 Warum kein USB-C?
Ja, USB-C wäre auch hier naheliegend. Das aktuell verwendete Board gibt es jedoch nicht mit USB-C. Ein neues Board mit USB-C und besserer Audio-Integration ist geplant, braucht aber noch Zeit.

Erste Verbindung mit DL2CC-REMOTE-CW

ℹ️ Neu bei DL2CC-REMOTE-CW?
Wenn Sie DL2CC-REMOTE-CW zum ersten Mal einrichten, starten Sie am besten mit dem Erste Schritte-Leitfaden. Dort finden Sie Installation, Lizenzierung und die erste Verbindung in einer Anleitung.
✅ Schnelltest — einfach einstecken
DL2CC-REMOTE-CW versucht, den COM-Port automatisch zu erkennen. Wenn alles passt, hören Sie direkt nach dem Start ein Morse-R aus der Box. Dann wurde der COM-Port korrekt erkannt. Falls nicht, folgen Sie der Anleitung unten. Bei COM-Port-Konflikten (Box wird nicht gefunden, „Port belegt“ oder ein falscher COM-Port in der Liste) hilft der Abschnitt Doppelten oder belegten COM-Port reparieren.

USB / seriell (der einfachste Einstieg)

  1. Schließen Sie die Box mit dem USB-Kabel an den PC an. Der Silicon Labs CP210x-Treiber ist im DL2CC-REMOTE-CW-Installer enthalten; falls Sie ihn separat benötigen, laden Sie ihn bei Silicon Labs herunter. Windows vergibt dann automatisch einen COM-Port.
  2. Schauen Sie im Geräte-Manager nach, welcher COM-Port vergeben wurde (z. B. COM5).
  3. In DL2CC-REMOTE-CW dann File → Hardware Settings öffnen.
  4. Im Register Verbindung den COM-Port aus der Liste wählen.
  5. Klick auf Connect — DL2CC-REMOTE-CW erledigt den Boot-Handshake und die HMAC-Authentifizierung.
  6. Die Statusanzeige wird grün und zeigt die MAC-Adresse der Box. Verbindung steht.

WLAN / TCP (optionale Netzwerkverbindung)

WLAN wird unterstützt, ist aber nicht mehr nötig, nur um Winkey für einen Logger frei zu halten. Mit den mitgelieferten com0com-Ports bleibt die Box per USB verbunden; aktivieren Sie den Winkey-Proxy auf COM25 und stellen Sie den Logger auf COM26. WLAN ist vor allem dann sinnvoll, wenn ein USB-Kabel zum PC unpraktisch ist.

  1. Zuerst per USB anschließen und Hardware Settings → WiFi öffnen.
  2. Mit Scan die Netze in der Umgebung suchen, Ihr Netz auswählen und das Passwort eintragen.
  3. Dann auf APPLY & CONNECT. Die Box bucht sich ins WLAN ein und meldet ihre IP-Adresse. Warten Sie, bis die IP oben in der Statuszeile steht, und kopieren Sie sie.
  4. Wechseln Sie ins Register Connection, tragen Sie die IP dort ein, klicken Sie auf „Connect hardware through TCP“ und zum Abschluss auf „Save&Apply“ — ab jetzt läuft alles über WLAN.
ℹ️ USB-Seriell für das sauberste Audio
WLAN reicht für Steuerung und Remote-Betrieb völlig aus. Auf der in der Box verbauten ESP32-Platine mit Audio-Codec koppelt der aktive WLAN-Funkteil aber ein bisschen Rauschen in den Audiopfad ein. Wenn ein USB-Kabel zum Shack-PC machbar ist, ist USB-Seriell die bessere Wahl — das Audio könnte sauberer sein. Bei USB-Betrieb sollten Sie das WLAN an der Box auch abschalten (Hardware Settings → WiFi → Enable / Disable WiFi radio), damit der Funkteil nicht ungenutzt im Hintergrund mitläuft. WLAN empfiehlt sich dort, wo ein Kabel nicht praktikabel ist; paralleler Logger-Winkey-Betrieb läuft über den Winkey-Proxy und die mitgelieferten com0com-Ports.
⚠️ Bluetooth oder WLAN — nicht beides
Die Box kann entweder WLAN oder Bluetooth-Audio fahren, beides zusammen geht nicht. Wenn Sie Handy oder PC per Bluetooth für die Audioübertragung koppeln wollen, schalten Sie das WLAN vorher ab.

Doppelten oder belegten COM-Port reparieren

Beim ersten Anstecken vergibt Windows der Box automatisch eine COM-Nummer und merkt sie sich über Neustarts hinweg. Mit der Zeit — nach dem Einsatz anderer USB-Seriell-Adapter (weitere CP210x-Adapter, FTDI- oder CH340-Kabel, Arduino-Boards usw.) — gehen Windows die niedrigen COM-Nummern aus, oder die Box bekommt eine Nummer zugewiesen, die noch von einem längst entfernten Gerät reserviert ist. Folge: DL2CC-REMOTE-CW kann den Port nicht öffnen, in der Liste erscheint die falsche Nummer, oder es kommt eine Meldung „Port belegt“, obwohl gar nichts anderes läuft.

Die Lösung: Im Geräte-Manager manuell eine freie COM-Nummer für die Box vergeben.

  1. Box per USB angesteckt lassen, in DL2CC-REMOTE-CW aber nicht verbinden — Hardware Settings schließen oder auf Disconnect klicken.
  2. Mit Win+X den Geräte-Manager öffnen.
  3. Den Zweig Anschlüsse (COM & LPT) aufklappen. Die Box steht dort als Silicon Labs CP210x USB to UART Bridge (COMn).
  4. Rechtsklick auf den Eintrag → Eigenschaften → Register AnschlusseinstellungenErweitert…
  5. In der Liste COM-Anschlussnummer eine freie Nummer auswählen — am besten zwischen COM3 und COM16, weil viele Logger und CAT-Programme nur niedrige COM-Nummern akzeptieren. Nummern mit dem Vermerk (belegt), die zu Geräten gehören, die Sie nicht mehr nutzen, lassen sich gefahrlos neu vergeben; Windows zeigt eine Warnung, die mit Ja bestätigt wird.
  6. Mit OK beide Dialoge schließen und den Geräte-Manager beenden.
  7. USB-Kabel abziehen, zwei Sekunden warten, wieder einstecken. Die Box meldet sich jetzt mit der neuen COM-Nummer.
  8. In DL2CC-REMOTE-CW File → Hardware Settings öffnen, den neuen COM-Port auswählen und auf Connect klicken. Sie sollten das Bestätigungs-R in Morse hören.
ℹ️ Warum niedrige COM-Nummern wichtig sind
Manche Logger (N1MM+, ältere WinKey-Tools) akzeptieren nur COM-Ports bis COM16 oder COM20. Landet die Box bei COM23 oder höher, ist die saubere Lösung, sie nach der Anleitung oben auf eine niedrige freie Nummer umzulegen.

Konfiguration im Browser (keine Windows-App)

Die Box lässt sich komplett im Webbrowser konfigurieren — ganz ohne Windows-Installation. Öffnen Sie dl2cc.de/webconfig, verbinden Sie die Box, und Sie haben dieselben Einstellungen wie im weiter unten beschriebenen Fenster Hardware Settings (Connection, WiFi, Audio, Keyer, PTT, Macros und ein Log für Rohbefehle). Damit ist die Box für den Alltag ein vollständig eigenständiges Gerät.

  • Funktioniert unter Windows, macOS und Linux — es läuft im Browser, es wird also kein Programm installiert. Verwenden Sie einen Chromium-Browser am Desktop und öffnen Sie die Seite über HTTPS (der Link oben ist es).
  • Verbinden Sie die Box per USB und schließen Sie jedes andere Programm, das ihren COM-Port nutzt — ein COM-Port lässt sich unter Windows immer nur von einem Programm gleichzeitig verwenden.
  • Nach dem Verbinden liest das Tool die aktuellen Einstellungen aus der Box. Solange die Box nicht geantwortet hat, wird nichts angezeigt — die Werte spiegeln also immer das Gerät wider.
  • Gibt es neuere Firmware für Ihre Box, zeigt das Tool einen Hinweis und einen Update firmware…-Button, der den Web-Flasher öffnet (siehe Firmware-Updates).
⚠️ Browser-Voraussetzung — Chrome oder Edge, nicht Firefox oder Safari

Firefox und Safari funktionieren mit diesem Tool nicht. Sie unterstützen den Web-Serial-Standard nicht, den die Seite braucht, um per USB mit der Box zu sprechen. Verwenden Sie Google Chrome oder Microsoft Edge — oder einen anderen Chromium-Browser am Desktop wie Brave, Opera oder Arc — auf einem Windows-, Mac- oder Linux-Rechner.

iPhones und iPads werden ebenfalls nicht unterstützt — kein Browser unter iOS / iPadOS bietet derzeit den von diesem Tool benötigten Web-Serial-Zugriff.

Android-Smartphones und -Tablets werden noch nicht unterstützt: Die Konfiguration per USB braucht einen Desktop-Browser. Bluetooth-Unterstützung für Android ist für ein künftiges Firmware-Update der Box geplant.

ℹ️ Dieselben Einstellungen, zwei Wege
Das Browser-Tool und das weiter unten gezeigte Windows-Fenster Hardware Settings erledigen dieselbe Aufgabe mit denselben Gerätebefehlen — nutzen Sie, was gerade praktischer ist. Den Port der Box kann immer nur eines davon (oder ein Logbuchprogramm) gleichzeitig verwenden.

Hardware-Einstellungen — die Register im Überblick

Unter File → Hardware Settings — oder über das Browser-Tool oben — stellen Sie alle Parameter der Box ein. Die Register folgen dieser Reihenfolge: Connection → WiFi → Audio → Keyer → PTT+CW → Macros → Log.

Register Connection

Register Connection der Hardware-Einstellungen
Register Connection — COM-Port oder TCP/WLAN wählen, Verbindungsstatus ablesen
Steuerung Zweck
COM Port Den seriellen COM-Port auswählen, den Windows der Box vergeben hat. Auf ------- stehen lassen, damit DL2CC-REMOTE-CW die Box selbst findet, oder gezielt einen Port wählen, falls die automatische Erkennung den falschen erwischt hat.
Do not use DL2CC Box Der erste Eintrag in der COM-Port-Liste. Wählen Sie ihn, wenn Sie keine Box besitzen und die Software allein nutzen möchten. Das Programm sucht dann beim Start nicht mehr nach Hardware, blendet die Meldung „Hardware not connected" aus und graut die Funktionen aus, die eine Box brauchen. Mit der Wahl eines echten COM-Ports und einem Klick auf SAVE & APPLY nehmen Sie jederzeit wieder eine Box in Betrieb.
Connect hardware through TCP Aktivieren, um die Verbindung über WLAN statt USB herzustellen. Ist die Option aktiv, wird die Hardware IP Address statt des COM-Ports verwendet.
Hardware IP Address WLAN-IP-Adresse der Box. Nach der WLAN-Verbindung über das Register WiFi hier die angezeigte IP-Adresse eintragen.
SAVE & APPLY Speichert die Verbindungseinstellungen und verbindet die Box mit der neuen Konfiguration.
ℹ️ DL2CC-REMOTE-CW ohne Box nutzen
Sie besitzen keine DL2CC Box? Dann nutzen Sie DL2CC-REMOTE-CW einfach allein. Öffnen Sie die COM Port-Auswahl und wählen Sie Do not use DL2CC Box (den ersten Eintrag). Das Programm sucht dann beim Start nicht mehr nach Hardware, blendet die Meldung „Hardware not connected" aus und graut nur die Funktionen aus, die eine Box brauchen — die Trainer, das Gehörlesen und die übrigen reinen Software-Funktionen laufen weiter. Sobald Sie eine Box haben, wählen Sie deren COM-Port und klicken auf SAVE & APPLY, um die Hardware wieder einzuschalten.

Register WiFi

Register WiFi der
              Hardware-Einstellungen
Register WiFi — SSID, Passwort, DHCP und Netzsuche
Steuerung Zweck
WiFi ON/OFF Schaltet das WLAN-Modul der Box an oder aus. WLAN und Bluetooth können nicht gleichzeitig aktiv sein.
SSID Name des Funknetzwerks. Nach einem Klick auf SCAN erscheinen die Netze in der Umgebung in der Auswahlliste.
WiFi Password Passwort des ausgewählten Netzwerks.
DHCP Wenn aktiv, bezieht die Box eine IP-Adresse automatisch. Wenn deaktiviert, können IP Address, Netmask, Gateway und DNS Server manuell eingetragen werden.
IP Address / Netmask / Gateway / DNS Server Statische Netzwerkkonfiguration — nur aktiv, wenn DHCP ausgeschaltet ist.
SCAN Sucht nach Netzen in der Umgebung und befüllt die SSID-Liste mit den Ergebnissen (SSID, Signalstärke RSSI, Kanal, Sicherheitstyp).
APPLY WIFI Überträgt SSID, Passwort und IP-Einstellungen auf die Box.
CONNECT / DISCONNECT Stellt die WLAN-Verbindung manuell her oder trennt sie.
CLEAR Löscht SSID und Passwort aus dem Speicher der Box.
ℹ️ IP-Adresse nach der Verbindung notieren
Nach erfolgreicher WLAN-Verbindung die angezeigte IP-Adresse notieren und im Register Connection → Hardware IP Address eintragen, dann Connect hardware through TCP aktivieren, um statt USB über WLAN zu verbinden.

Register Audio

Register Audio der
              Hardware-Einstellungen
Register Audio — Mithörton, Ein- und Ausgangspegel sowie analoger oder digitaler Mischmodus
🔊 Kopfhörerrauschen — Box-Lautstärke hoch lassen, am Kopfhörer regeln
Der ESP32-Mikrocontroller und die USB-Schaltung des PCs können ein leises Rauschen oder Brummen in den Kopfhörerausgang einspeisen. Am besten lässt sich das minimieren, indem Sie die Lautstärke der Box auf einem hohen Wert lassen (Lautsprecher und Kopfhörer nahe 80–100) und die Abhörlautstärke über einen integrierten Lautstärkeregler am Kopfhörerkabel auf ein angenehmes Maß absenken. Dreht man die Box-Lautstärke herunter, um die Lautstärke zu reduzieren, steigt der Rauschpegel relativ zum Signal — dreht man sie hoch und dämpft am Kopfhörer, bleibt das Signal-Rausch-Verhältnis so gut wie möglich.
⚡ Konstantes Brummen oder Rauschen am Line-In — Ground-Loop-Isolator einsetzen
Hört man am Line In Mix ein konstantes Brummen oder Rauschen (typisch 50/60-Hz-Brummen plus breitbandiges Rauschen), sobald der PC per 3,5-mm-Klinkenkabel mit der Box verbunden ist, könnte eine Brummschleife (Ground Loop) zwischen PC und Box vorliegen. Typisch passiert das, wenn der PC am Netz hängt und die Box vom selben PC per USB versorgt wird oder beide an derselben Steckdosenleiste wie der Transceiver. Das ist kein Software-Problem — auch mit Pegelreglern oder Filtern bekommt man das konstante Brummen oder Rauschen nicht vollständig weg.

Die zuverlässige Lösung ist ein passiver 3,5-mm-Audio-Ground-Loop-Isolator, den man inline zwischen den Kopfhörer- oder Line-Out-Ausgang des PCs und den Line-In-Eingang der Box steckt. Ein kleiner Übertrager trennt die Masseverbindung galvanisch, das Audio läuft trotzdem durch. Keine Stromversorgung, kein Treiber, keine Einstellung — einstecken und das Brummen ist weg.

3,5-mm-Audio-Ground-Loop-Isolator — passiver Inline-Adapter
3,5-mm-Audio-Ground-Loop-Isolator — inline zwischen PC-Audioausgang und Line-In der Box

Beispielprodukt bei Amazon: amazon.de/dp/B0G33TF2WN. Wer außerhalb Deutschlands bestellt, sucht im jeweiligen Amazon-Shop (oder bei einem Elektronik-Händler) nach „3.5 mm audio ground loop isolator" — das sind Standardteile, typisch 5–15 €.

Einstellung / Button Beschreibung Standard
— Mithörton —
Sidetone Enabled Mithörton an oder aus An
Frequency (550–750 Hz) Tonhöhe des Mithörtons 620 Hz
Gain (5–200 %) Pegel des Mithörton-Oszillators 30 %
Mix HP (50–400 %) Mithörton-Anteil im Kopfhörerausgang 400 %
Mix SPK (50–400 %) Mithörton-Anteil im Lautsprecherausgang 125 %
Ramp Time (2–15 ms) Attack- und Release-Zeit des Mithörtons. Kürzer = knackiger, länger = weicher 4 ms
APPLY SIDETONE Überträgt alle Mithörton-Einstellungen auf die Box
— Lautstärke —
Speaker (0–100) Gesamtpegel des Lautsprechers 80
Headphone (0–100) Kopfhörerpegel 100
APPLY VOLUME Überträgt Lautsprecher- und Kopfhörerlautstärke auf die Box
— Line-In —
Line-In Mix-Through Line-In-Signal in den Kopfhörer- und Lautsprecher-Mix einbeziehen An
Digital Mix Mode Aktiv: Line-In wird per ADC erfasst und in Software gemischt (Filter und Lautstärke einstellbar). Inaktiv: Line-In läuft durch den Hardware-Bypass des Codecs für geringstmögliche Latenz An
Mix Volume (0–100 %) Anteil des Line-In-Signals im Mix 50 %
Digital Mix Filter Bandpassfilter für den digitalen Line-In-Mix — aktivieren, um Brummen (Low Cut HPF) und Rauschen (High Cut LPF) zu reduzieren An
Low Cut (50–5000 Hz) Hochpassfilter-Eckfrequenz — entfernt tieffrequentes Brummen 100 Hz
High Cut (500–20000 Hz) Tiefpassfilter-Eckfrequenz — entfernt hochfrequentes Rauschen 5000 Hz
APPLY LINE-IN Überträgt alle Line-In-Einstellungen auf die Box
— Bluetooth —
Bluetooth Audio Schaltet den Bluetooth-Audioempfänger der Box ein. Bluetooth und WLAN können nicht gleichzeitig aktiv sein — das Einschalten von Bluetooth deaktiviert WLAN. Aus
PAIRING Versetzt die Box in den Bluetooth-Pairing-Modus, damit ein Smartphone oder Tablet als Audioquelle verbunden werden kann
Bluetooth Gain (0–100) Eingangsverstärkung des Bluetooth-Audiostroms 50

Register Keyer

Register Keyer der
              Hardware-Einstellungen
Register Keyer — Iambic-Modus, WPM, Farnsworth, Paddle-Belegung und Gewichtung
Einstellung Beschreibung Standard
Paddle Type Iambic A, Iambic B, Ultimatic oder Handtaste Iambic B
WPM (5–100) Tempo des Keyers 30 WPM
Farnsworth Größere Zeichenabstände fürs Training — Zeichen werden im Farnsworth-Tempo gesendet, Wort- und Buchstabenabstände im normalen (langsameren) Tempo Aus
Paddle Orientation Vertauscht Punkt- und Strich-Paddle (L = Punkt links / Strich rechts, R = Punkt rechts / Strich links) L (Punkt links)
Weight Elementgewichtung 10–90: 50 = Standard, über 50 verlängert den Druckimpuls (schwerer), unter 50 verkürzt ihn (leichter) 50
Iambic B Switchpoint Erkennungsfenster für das B-Gedächtnis — wie weit ins Element eine Quetschbewegung einsetzen muss. 0 % = klassisches B (ganzes Element), 100 % = entspricht Iambic A (nur wenn Pause Memory aus ist) Punkt: 65 %, Strich: 45 %
Pause Memory Nur Iambic B. Erweitert das Punkt-/Strich-Gedächtnis in die Elementpause hinein, sodass ein bewusster Tipp der Gegenseite über die gesamte Pause gemerkt wird, nicht nur während des Elements Ein
Dot/Dash Ratio Strich-zu-Punkt-Verhältnis × 100 (Bereich 250–350). 300 = Standard-Morse-Verhältnis 3:1 300 (3:1)
Key Compensation Feste Zeit, die jedem Druckimpuls hinzugefügt und von der Pause abgezogen wird (0–250 ms). Gleicht Relais- oder Kontaktverzögerungen aus 0 ms
Paddle Watchdog Schaltet den Keyer stumm, wenn das Paddle länger als die eingestellte Zeit (5–120 s) dauerhaft gedrückt bleibt. Schützt vor steckengebliebenen Paddles oder Kurzschlüssen im Kabel während des Sendens An, 30 s
Ultimatic Priority Vorrang bei gleichzeitig gedrückten Paddles im Ultimatic-Modus: Last = zuletzt gedrücktes Paddle gewinnt, Dot = Punkte haben immer Vorrang, Dash = Striche haben immer Vorrang Last
Autospace Wenn aktiv, verlängert der Keyer die Pause automatisch auf einen vollen Buchstabenabstand (3 Punkte), sobald das Paddle nach einem Element länger als ein Punkt lang unbetätigt bleibt. Erleichtert sauber getrennte Zeichen ohne präzises Timing Aus
APPLY Überträgt alle Keyer-Einstellungen auf die Box
RESET DEFAULTS Setzt alle Keyer-Parameter auf die Werkseinstellungen zurück
CW Output Active-High Legt die Polarität des CW-Key-Ausgangs fest. Active-High bedeutet: Ausgang geht beim Tasten auf HIGH (positive Spannung). Für Transceiver, die Active-Low (Masse beim Tasten) erwarten, deaktivieren. Muss zur Key-Buchse des Transceivers passen. An
PTT Output Active-High Legt die Polarität des PTT-Ausgangs fest — gleiches Prinzip wie CW Output Active-High. Muss zum PTT-Eingang des Transceivers passen. An
🔊 Morse Playback
Im Register Keyer gibt es unten den Bereich Morse Playback: Text (max. 50 Zeichen) in das Feld eingeben und auf SEND klicken — die Box sendet den Text als CW über den Key-Ausgang (mit Mithörton). Praktisch zum schnellen Testen der Keyer-Einstellungen oder zum Überprüfen der Verdrahtung von PTT und Key-Out.
Diagramm: Iambic A im
              Vergleich zu Iambic B — beim Loslassen beider Paddles beendet
              Iambic A das aktuelle Element, während Iambic B ein zusätzliches
              Gegen-Element anfügt
Iambic A vs. Iambic B — Iambic B fügt beim Loslassen beider Paddles ein zusätzliches Gegen-Element an
Diagramm:
              Iambic-B-Switchpoint und Pause Memory — wann der Keyer das
              Gegen-Paddle während eines Elements und der folgenden Pause
              beobachtet
Switchpoint und Pause Memory — wann der Keyer das Gegen-Paddle beobachtet, um es als nächstes Element vorzumerken
Diagramm: Handtaste —
              die Box umgeht den Iambic-Keyer und sendet genau das, was Sie tasten,
              mit passendem Mithörton
Handtaste — der Iambic-Keyer wird umgangen; Sie tasten eine Handtaste, einen Bug oder einen externen Keyer direkt
Diagramm: Ultimatic-Modus
              — bei beiden gedrückten Paddles wiederholt der Keyer das Element des
              zuletzt gedrückten Paddles, statt zu wechseln
Ultimatic — bei beiden gehaltenen Paddles gewinnt das zuletzt gedrückte Paddle und sein Element wird wiederholt

Register PTT+CW

Register PTT+CW der
              Hardware-Einstellungen
Register PTT+CW — Vorlauf, Nachlauf, Verlängerung des ersten Elements und Fußtaster
Einstellung / Button Beschreibung Standard
PTT Lead (0–1000 ms) Pause zwischen PTT-Aktivierung und erstem CW-Element. Gleicht die Schaltzeit von Senderelais aus, damit der erste Punkt oder Strich nicht abgeschnitten wird 0 ms
PTT Delay (0–1000 ms) Wie lange PTT nach dem letzten CW-Element noch aktiv bleibt. Verhindert hektisches PTT-Schalten zwischen Buchstaben am Ende einer Aussendung 240 ms
1st Char Ext (0–250 ms) Verlängert den allerersten Punkt oder Strich nach jeder PTT-Aktivierung. Gleicht Laufzeitverluste durch TX-Relais oder Sequenzer aus, die den Anfang des ersten Elements abschneiden 0 ms
APPLY Speichert die PTT-Timing-Einstellungen auf der Box, ohne eine Testaussendung auszulösen
Footswitch Fußtaster-PTT-Eingang an der 3,5-mm-Buchse aktivieren oder deaktivieren. Die Hardware-Entprellung ist fest auf 16 ms in der Firmware eingestellt Aktiviert
ℹ️ Keyout und PTT Enable sind nur Laufzeitflags
Die Schalter Keyout enabled und PTT enabled auf diesem Register sind Laufzeitflags — sie werden bei jedem Neustart auf aktiviert zurückgesetzt. Sie sind für vorübergehendes Stummschalten gedacht, nicht zur dauerhaften Konfiguration.

Test-Buttons

Button / Einstellung Beschreibung
XMIT Duration (1–30 s) Wie lange PTT beim Klick auf XMIT gehalten wird
XMIT Übernimmt die aktuellen PTT-Timing-Einstellungen und aktiviert PTT für die eingestellte Dauer. Praktisch, um zu prüfen ob das TX-Relais schaltet und das PTT-Timing stimmt — es wird kein CW gesendet
RX Gibt PTT sofort frei und bringt den Transceiver zurück auf Empfang — unabhängig vom XMIT-Timer
Tune Duration (1–30 s) Wie lange der Abstimmträger läuft
Tune Tastet den Transceiver mit einem Dauerträger (PTT + CW-Key-Ausgang) für die eingestellte Dauer — zum Abstimmen der Antenne
Tune Off Stoppt den Abstimmträger sofort, unabhängig vom Timer

Register Macros

Register Macros der Hardware-Einstellungen
Register Macros — CW-Makrotexte und Tastenbelegungen

Hier werden die Funktionen der beiden frei belegbaren Tasten (KEY3 und KEY4) zugewiesen und die zwei CW-Makrotexte verwaltet (max. 50 Zeichen je Makro). Text in das Feld eintragen und auf SET klicken, um ihn auf der Box zu speichern; CLEAR löscht den gespeicherten Text wieder.

Jede Taste lässt sich auf eine der folgenden Funktionen legen:

  • KEYERMODE — Paddle-Typ und Orientierung durchschalten (Straight → Iambic A/B → Ultimatic, links/rechts). Der neue Modus wird in CW angesagt.
  • TUNE — Solange die Taste gedrückt wird, legt die Box einen Dauerträger auf den CW-Key-Ausgang (PTT, Sidetone und Keyout aktiv). Loslassen beendet den Tune sofort, spätestens nach 30 Sekunden automatisch.
  • MACRO:1 / MACRO:2 — Vorgespeicherten CW-Makrotext senden (max. 50 Zeichen je Makro, in diesem Register eingetragen).
  • SPKONOFF — Lautsprecher stummschalten oder wieder einschalten. Reine Laufzeitfunktion: die gespeicherte Lautstärke bleibt unverändert, nach einem Neustart oder einer Lautstärkeänderung kommt der Lautsprecher automatisch wieder.
  • SPKVOLLautsprecher-Mix-Lautstärke (Mithörton-Anteil im Lautsprecherausgang) durch 9 Stufen schalten: OFF / 50 / 100 / 150 / 200 / 250 / 300 / 350 / 400 %. Nach 400 % geht es auf OFF, von OFF aus weiter auf 50 %. Die Stufen 50–400 % werden gespeichert (gleicher Wert wie SIDETONE:MIXSPK). Die Stellung OFF nutzt dieselbe Laufzeit-Stummschaltung wie SPKONOFF — der NVS-Wert bleibt unverändert, nach dem Neustart kommt die Box wieder mit dem zuletzt hörbaren Mix hoch.
  • SIDETONEVOLMaster-Mithörtongain durch 6 Stufen schalten: OFF / 20 / 40 / 60 / 80 / 100 %. Nach 100 % geht es auf OFF, von OFF aus weiter auf 20 %. Die Stufen 20–100 % verwenden denselben gespeicherten Wert wie SIDETONE:GAIN. Die Stellung OFF schaltet den Mithörton vollständig ab — derselbe Zustand wie der Enable / Disable-Schalter des Mithörtons — der nächste Tastendruck schaltet ihn wieder mit 20 % ein. Die Box merkt sich sowohl den Ein-/Aus-Zustand als auch den Gain über einen Neustart hinweg.

Werksseitig ist Taste 1 (links, 3. Taste) mit SPKVOL belegt, Taste 2 (rechts, 4. Taste) mit SIDETONEVOL. Jeder Tastendruck wird mit einem kurzen Mithörton-Pip bestätigt. Sind Kopfhörer eingesteckt und die Audio-Route auf AUTO eingestellt, wird der Lautsprecher beim Auslösen von SPKONOFF / SPKVOL zusätzlich aktiviert, damit die Änderung hörbar bleibt (Standardverhalten lässt sich mit AUDIO:ROUTE:AUTO wiederherstellen).

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Register Log

Register Log der Hardware-Einstellungen
Register Log — Befehlshistorie und Diagnosemeldungen der Box

Zeigt ein Protokoll der gesendeten Befehle und der Antworten der Box in Echtzeit. Hilfreich zum Diagnostizieren von Verbindungsproblemen oder um zu prüfen, ob Einstellungen korrekt übernommen wurden.

Einstellungen werden gespeichert

Alle Einstellungen der Box — Tempo, Keyer-Modus, Lautstärken, Mithörtonfrequenz, PTT-Timing, WLAN-Zugangsdaten und Makro-Inhalte — legt die Box im nichtflüchtigen Flash-Speicher des ESP32 ab. Nach dem Ausschalten ist also nichts weg. Einstellungen werden automatisch 30 Sekunden nach einer erkannten Änderung gespeichert; in den Hardware-Einstellungen gibt es zusätzlich eine Taste zum manuellen Speichern.